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	<title>Kai Boeddinghaus</title>
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		<title>Weitere B&#228;derschlie&#223;ungen durch die Hintert&#252;r – Magistrat auf Tauchstation</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 16:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Boeddinghaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rathaus-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Denkw&#252;rdig war der gestrige „Sachstandsbericht Kasseler B&#228;der“ im Finanzausschuss. Denn ganz offensichtlich wird hier durch die Hintert&#252;re die Schlie&#223;ung weitere B&#228;der (Freib&#228;der Harleshausen und Wilhelmsh&#246;he) herbeigef&#252;hrt. Auf das Vergie&#223;en von ordentlich Krokodilstr&#228;nen werden wir dabei nicht verzichten m&#252;ssen.
Um die&#8230; <a href="http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/05/03/weitere-baederschliessungen-durch-die-hintertuer-magistrat-auf-tauchstation/" class="read_more">Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Denkw&uuml;rdig war der gestrige „Sachstandsbericht Kasseler B&auml;der“ im Finanzausschuss. Denn ganz offensichtlich wird hier durch die Hintert&uuml;re die Schlie&szlig;ung weitere B&auml;der (Freib&auml;der Harleshausen und Wilhelmsh&ouml;he) herbeigef&uuml;hrt. Auf das Vergie&szlig;en von ordentlich Krokodilstr&auml;nen werden wir dabei nicht verzichten m&uuml;ssen.</p>
<p>Um die Situation zu verstehen braucht es einen Blick in die Vergangenheit. Die Stadt Kassel hatte viele Jahre viele B&auml;der – die Hallenb&auml;der Ost, Mitte und S&uuml;d und die Freib&auml;der Harleshausen, Wilhelmsh&ouml;he und das Auebad. Die Stadt Kassel hat schon seit sehr vielen Jahren sehr wenig Geld. Das f&uuml;hrte dazu, dass &uuml;ber Jahrzehnte notwendige Instandhaltungsarbeiten und/oder Sanierungen unterblieben. Am Ende stand und steht der gro&szlig;e Katzenjammer, der da lautet: nichts geht mehr – ein Weiterbetrieb der Standorte ist auch technischen Gr&uuml;nden und aus Sicherheitsgr&uuml;nden nicht mehr verantwortbar.<br />
Also legte der Magistrat, da war er noch aktiv in der Sache, der Stadtverordnetenversammlung den Entwurf eines B&auml;derkonzeptes vor. Jetzt wird es spannend. Bei diesem ersten Konzept, beschlossen im Stadtparlament am 16.06.2008 sollten die Hallenb&auml;der Ost und Mitte an einem Standort zusammen gelegt werden. Alle anderen Standorte sollten erhalten bleiben. Als Obergrenze f&uuml;r alle Investitionen wurden 30 Millionen Euro festgeschrieben. Die Fraktion der Kasseler Linken hielt diese Obergrenze schon damals f&uuml;r unrealistisch. Aber, wer h&ouml;rt schon auf uns?<br />
Wenige Monate sp&auml;ter erkannte auch unser aller Finanzdezernent, dass er mit dem Geld nicht auskommt. Aber wie immer gab es eine L&ouml;sung (selbstverst&auml;ndlich ohne Alternative). Ein „Kombibad“ am Auedamm. Jetzt also die B&uuml;ndelung von drei B&auml;derstandorten. Dies, so hie&szlig; es, solle helfen, die Kosten im Rahmen zu halten. F&uuml;r teuer Geld, wurde eine Beratungsgesellschaft eingekauft, die wie immer zu dem alternativlosen Konzept ein sch&ouml;nes Zahlenwerk zauberte. Die Kosten f&uuml;r das „Kombibad“ explodierten vorhersehbar (mittlerweile kostet nur dieser Standort &uuml;ber 30 Millionen). Der Auftrag der Beratungsgesellschaft lautete indes nicht, belastbare Zahlen f&uuml;r die Sanierung aller Standorte zu ermitteln. Es ging ja hier nur um die Durchsetzung des „Kombibad“-Baus. Also gab’s Informationen &uuml;ber die Kosten f&uuml;r Harleshausen und Wilhelmsh&ouml;he nur &uuml;ber den Daumen.</p>
<p>Da nun der Rohbau am Auedamm stand, kam doch irgendjemand auf die Idee, f&uuml;r die Freib&auml;der etwas genauer hinzuschauen. Erst kam der Schock f&uuml;r Wilhelmsh&ouml;he (rund 6 Millionen); gestern gab’s den Nachschlag f&uuml;r Harleshausen (rund 4 Millionen). Und leider, leider gibt’s nun auch Streit mit dem Regierungspr&auml;sidenten (der muss den Haushalt und die Investitionen der Stadt genehmigen) &uuml;ber die weitere Finanzierung. Die st&auml;dtischen Werke lehnen den Weiterbetrieb der B&auml;der in absehbarer Zeit ab, weil sie die Verantwortung nicht mehr tragen wollen. Bleibt? Bleibt nur die Schlie&szlig;ung. Nat&uuml;rlich mit entsprechenden Krokodilstr&auml;nen, logo. W&uuml;rde f&uuml;r die Stadt bedeuten, dass von einstmals 6 B&auml;derstandorten nur noch zwei (Auebad und S&uuml;d) &uuml;brig blieben.</p>
<p>Interessant ist nun, dass der Magistrat jetzt die Entscheidung ganz offensichtlich dem Stadtparlament zuschieben m&ouml;chte. Nix ist es mit der Vorlage eines Konzeptes. Stattdessen kollektives Schulterzucken. Ob das etwas damit zu tun hat, dass der K&auml;mmerer die sogenannte B&auml;derlandschaft ohnehin f&uuml;r &uuml;berdimensioniert hielt?</p>
<p>Link zum B&auml;derbeschluss vom 16. 06. 2008</p>
<p>Link zum &Auml;nderungsantrag der Kasseler Linken</p>
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		<title>Finanzausschuss: Alles Schiebung</title>
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		<pubDate>Thu, 03 May 2012 10:00:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Boeddinghaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rathaus-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Es gibt eine feine Regel, um die Diskussionsqualit&#228;t im Stadtparlament zu erh&#246;hen. Hat eine Fraktion oder der Magistrat Beratungsbedarf, so werden auf deren Bitte vorliegende Antr&#228;ge und Beschlussvorlagen geschoben, sprich vertagt.
Wie alles Sch&#246;ne im Leben hat es auch hier&#8230; <a href="http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/05/03/finanzausschuss-alles-schiebung/" class="read_more">Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Es gibt eine feine Regel, um die Diskussionsqualit&auml;t im Stadtparlament zu erh&ouml;hen. Hat eine Fraktion oder der Magistrat Beratungsbedarf, so werden auf deren Bitte vorliegende Antr&auml;ge und Beschlussvorlagen geschoben, sprich vertagt.</p>
<p>Wie alles Sch&ouml;ne im Leben hat es auch hier seine Schattenseiten. Wenn es n&auml;mlich um Magistratsvorlagen geht, so ist hier im Umgang das Prinzip der Einbahnstra&szlig;e zu beobachten. M&ouml;chte z.B. gerade eine kleine Fraktion Magistratsvorlagen, die wenige Tage vor der Sitzung eintrudeln und nicht selten 30 – 50 Seiten stark sind ernsthaft beraten und bitte also um “Schiebung”, dann hat es der Magistrat furchtbar eilig. Aus seiner Sicht eigentlich auch verst&auml;ndlich. Erstens braucht er die Stimmen der kleinen Fraktionen nicht und zweitens sind seine Vorlagen ohnehin stets ohne Alternative. Was schert da demokratische Spielregeln und eine h&ouml;here Beratungsqualit&auml;t.</p>
<p>Gestern aber waren sich alle einig mit der Schiebung und von insgesamt 11 Tagesordnungspunkten wurden gleich 6 vertagt. Besonders lustig fand ich das Ansinnen der Piraten ihren eigenen Antrag zur Einf&uuml;hrung einer Informationsfreiheitssatzung schieben zu lassen. 2 Monate, nachdem sie diesen Antrag selber gestellt haben, gibt’s immer noch intern Beratungsbedarf und er wurde jetzt schon zum zweiten Mal geschoben. Bei dem Antrag fand ich’s besonders schade, denn das Anliegen ist prima. Aber gestern: Alles Schiebung.</p>
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		<title>KasselAssel &#8211; Portr&#228;t</title>
		<link>http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/04/21/kasselassel-portraet/</link>
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		<pubDate>Sat, 21 Apr 2012 09:55:20 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Boeddinghaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Aktuelles]]></category>
		<category><![CDATA[Fotogalerie]]></category>

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		<description><![CDATA[Die &#8220;Kinderreporter&#8221; vom <a href="http://www.kasselassel.de/" target="_blank">Projekt KasslAssel</a> haben im April 2012 diesen Film gedreht.

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Die &#8220;Kinderreporter&#8221; vom <a href="http://www.kasselassel.de/" target="_blank">Projekt KasslAssel</a> haben im April 2012 diesen Film gedreht.</p>
<p><iframe width="560" height="315" src="http://www.youtube.com/embed/yKhdELGX4X4" frameborder="0" allowfullscreen></iframe></p>
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		<title>Piraten in Kassel – Hoppe, Hoppe, (Vor)-Reiter</title>
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		<pubDate>Sun, 15 Apr 2012 20:21:27 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Boeddinghaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rathaus-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Vermisst habe ich die Kasseler Kommunalpolitik im unserem  Urlaubsdomizil unter portugiesischer Sonne nicht wirklich. Nach  Durchsicht der HNA stelle ich fest: verpasst habe ich auch nicht viel.
<a href="http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/trinkraum-sorgt-streit-2274936.html" target="_blank">Die CDU beweist durch ihre Kabale um den Trinkerraum zuverl&#228;ssig</a>,  dass&#8230; <a href="http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/04/15/piraten-in-kassel-hoppe-hoppe-vor-reiter/" class="read_more">Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Vermisst habe ich die Kasseler Kommunalpolitik im unserem  Urlaubsdomizil unter portugiesischer Sonne nicht wirklich. Nach  Durchsicht der HNA stelle ich fest: verpasst habe ich auch nicht viel.</p>
<p><a href="http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/trinkraum-sorgt-streit-2274936.html" target="_blank">Die CDU beweist durch ihre Kabale um den Trinkerraum zuverl&auml;ssig</a>,  dass ihr Ordnungspolitik allemal mehr bedeutet, als Fragen, wie es den  betroffenen Menschen geht, wie man ihnen helfen kann und dabei die  nachbarschaftlichen Konflikte l&ouml;st. Denn nichts anderes sind auch  Menschen mit Alkoholproblemen und ggf. ohne festen Wohnsitz: Nachbarn!<br />
Stellen sich folgende Fragen</p>
<ul>
<li>Wann streicht die CDU das „C“ – christliches Miteinander findet ja eher nur auf dem Papier statt?</li>
<li>Hat die CDU-Fraktion eigentlich auch Sozialpolitiker/innen in ihren Reihen oder nur diese Law-and-Order-Wau-Waus?</li>
</ul>
<p>Dann gab es noch die <a href="http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/auch-platz-raf-opfer-2273452.html" target="_blank">mediale Exhumierung eines RAF-Opfers</a> in Sachen Gedenkkultur. Wobei angesichts der teilweise hasserf&uuml;llten  Ablehnung gegen&uuml;ber dem Gedenken an Halil Yozgat die Benutzung des  Wortes „Kultur“ in dem Kontext entfallen m&uuml;sste.</p>
<p><a href="http://www.hna.de/nachrichten/stadt-kassel/kassel/ex-spd-chef-hoppe-bildet-fraktion-piraten-2263743.html" target="_blank">Spannend ist nat&uuml;rlich der Aufstieg der Kasseler Piraten in der Stadtverordnetenversammlung zur Fraktion</a>.  Nach dem Austritt von Dr. Hoppe, dem ehemaligen Vorsitzenden der  Kasseler SPD aus Partei und Fraktion hie&szlig; es ja munter:  Hoppe hier und  Hoppe da. Auch mit uns Kasseler Linken wurde er immer mal in Verbindung  gebracht. Mit seinem Einstieg bei den Piraten und seiner umgehenden Wahl  zum Fraktionsvorsitzender wird er nun gleich zum Vorreiter der Kasseler  Piraten. F&uuml;r die Kasseler Piraten fallen da wohl gleich Weihnachten und  Ostern zusammen, bekommen sie doch endlich Person und Profil. F&uuml;r die  Abstimmungen in der Stadtverordnetenversammlung bedeutet dies ohne  Zweifel ein Mehr an Vielfalt. Einer der Gr&uuml;nde f&uuml;r sein Engagement bei  den Piraten soll wohl der fehlende Fraktionszwang sein (so was gibt’s  bei uns Linken aus gutem Grund auch nicht).  Da in der Vergangenheit die  beiden StaVo-Piraten schon regelhaft munter unterschiedlich abgestimmt  haben, k&ouml;nnte sich mit Dr. Hoppe ja nun noch ein drittes Votum dazu  gesellen.Ja, Nein, Enthaltung – so k&ouml;nnen die Piraten in Zukunft bei den  Abstimmungen tats&auml;chlich die ganze politische Bandbreite abdecken. Mit  Dr. Hoppe an der Spitze der Piraten-Fraktion werden wir in Zukunft  wom&ouml;glich auch erfahren, warum die Piraten wie abstimmen. Das n&auml;mlich  haben die Piraten Beyer und Petersen uns bisher, trotz aller pirat&ouml;sen  Versprechungen von Transparenz, in der Regel nicht verraten. Ein kleiner  Schritt f&uuml;r die Demokratie, ein sehr gro&szlig;er f&uuml;r die Kasseler Piraten.</p>
]]></content:encoded>
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		<title>CDU gegen Wohnungsprivatisierung</title>
		<link>http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/03/27/cdu-gegen-wohnungsprivatisierung/</link>
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		<pubDate>Tue, 27 Mar 2012 07:46:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Boeddinghaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rathaus-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Nicht immer nur meckern auf die SCHWARZEN……. sagte eine Kollegin aus  der Stadtverordnetenversammlung. Recht hat sie. Und wenn, wie gestern,  die CDU bemerkenswert richtig abstimmt und davor rhetorisch auch noch  meisterlich in die dialektische Tasten haut, wr mag dann nicht&#8230; <a href="http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/03/27/cdu-gegen-wohnungsprivatisierung/" class="read_more">Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nicht immer nur meckern auf die SCHWARZEN……. sagte eine Kollegin aus  der Stadtverordnetenversammlung. Recht hat sie. Und wenn, wie gestern,  die CDU bemerkenswert richtig abstimmt und davor rhetorisch auch noch  meisterlich in die dialektische Tasten haut, wr mag dann nicht voll des  Lobes sein.</p>
<p><a href="http://kasselerrathausblog.files.wordpress.com/2012/03/gemeinsamer_antrag_von_fraktionen_101-17-326.pdf" target="_blank">Ein Antrag von SPD und B&uuml;ndnis90/Die Gr&uuml;nen stand zur Diskussion</a>.  Die Landesregierung (immerhin Schwarz/Gelb) m&ouml;ge die Finger von der  Privatisierung der Nassauischen Heimst&auml;tte/Wohnstadt lassen. Der  Magistrat m&ouml;ge diese Botschaft von Kassels Stadtparlament nach Wiesbaden  tragen.<br />
Der Beitrag der CDU war bemerkenswert. Zun&auml;chst wurde das hohe Lied der  Landesregierung gesungen, dann der Antrag als &uuml;berfl&uuml;ssig gescholten.  Den Antragstellern wurde unterstellt, die Mieter zu ver&auml;ngstigen, weil  ein Verkauf ja nur gepr&uuml;ft w&uuml;rde und nicht wirklich anst&auml;nde. Dann holte  der CDU-Redner, Kieselbach, zum finalen Schlag aus. Er erkl&auml;rte die  Zustimmung der CDU-Fraktion zum Antrag. Da sa&szlig;en wir und staunten nicht  schlecht.</p>
<p>Ein bisschen Sorge bleibt nat&uuml;rlich, dass die CDU nicht nur  rhetorisch auf Dialektik setzt. Also in Kassel sich gegen diese  Privatisierung stellen und im Landtag nix tun oder sogar dabei  mithelfen, die &ouml;ffentliche Wohnungsbaugesellschaft zu verkloppen.   Holzauge, bleib’ wachsam!</p>
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		<title>Bertram Hilgen, der Meister der Halbwahrheit</title>
		<link>http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/03/26/bertram-hilgen-der-meister-der-halbwahrheit/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 21:45:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Boeddinghaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rathaus-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[<a href="http://dictionary.reverso.net/german-english/Halbwahrheit%20%5BL%C3%BCgen%20durch%20Verschweigen%5D" target="_blank">Das Internet-Lexikon verzeichnet unter „Halbwahrheit“ als Erkl&#228;rung auch L&#252;gen durch Verschweigen</a>. Wie so etwas funktioniert demonstrierte unser aller Oberb&#252;rgermeister heute Abend virtuos.
Die Geschichte geht so: Dr. Malis Wilde-Stockmeyer reichte im November  2010 ein Projekt f&#252;r das Stadtjubil&#228;um&#8230; <a href="http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/03/26/bertram-hilgen-der-meister-der-halbwahrheit/" class="read_more">Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://dictionary.reverso.net/german-english/Halbwahrheit%20%5BL%C3%BCgen%20durch%20Verschweigen%5D" target="_blank">Das Internet-Lexikon verzeichnet unter „Halbwahrheit“ als Erkl&auml;rung auch L&uuml;gen durch Verschweigen</a>. Wie so etwas funktioniert demonstrierte unser aller Oberb&uuml;rgermeister heute Abend virtuos.<br />
Die Geschichte geht so: Dr. Malis Wilde-Stockmeyer reichte im November  2010 ein Projekt f&uuml;r das Stadtjubil&auml;um ein. Feiern ohne Gedanken und  Gedenken ist ihre Sache nicht und so wollte sie im Rahmen der  1100-Jahr-Feier ein Projekt zum R&uuml;stungsstandort Kassel und zur  R&uuml;stungskonversion umsetzten.<br />
Dieses Projekt wurde abgelehnt. Erst m&uuml;ndlich, dann schriftlich (mit  einer unzutreffenden Begr&uuml;ndung, s.u.), dann noch mal schriftlich.</p>
<p>Der Prozess des Verhandelns um eine m&ouml;gliche Realisierung zog sich  &uuml;ber Monate. Der Kreis um Dr. Marlis Wilde-Stockmeyer war nicht an  Krawall sondern an einer L&ouml;sung interessiert. Deswegen suchte man  zun&auml;chst eben auch nicht den Weg in die &Ouml;ffentlichkeit.<br />
Mittlerweile war die Kommunalwahl vor bei und die Kollegin zog f&uuml;r die  Kasseler Linke in den ehrenamtlichen Magistrat. Von ihrem Projekt wollte  sie aber nicht lassen. <a href="http://kasseler-linke.de/antraege-und-anfragen/898-projekt-zum-einstieg-in-die-r%C3%BCstungskonversion-zulassen" target="_blank">Und als alles nicht mehr half, stellten wir den Antrag, dieses Projekt zu zulassen.</a></p>
<p>Steilvorlage zun&auml;chst f&uuml;r den SPD-Frontmann Frankenberger. In  klassischer Hau-Drauf-Manier denunzierte er den Antrag der Kasseler  Linken, als Unterst&uuml;tzung f&uuml;r die Umsetzung von pers&ouml;nlichen Interessen  eines befreundeten Magistratsmitgliedes. W&auml;re ja noch sch&ouml;ner, man w&uuml;rde  &uuml;ber den Inhalt des Antrages nachdenken.<br />
Und dann Auftritt Bertram Hilgen. Der las zutreffend  das Datum des  Antrages vom Februar 2012 und w&uuml;rzte die Debatte mit der Halbwahrheit  von der Absage der Stadt vom Mai 2011. Seine Schlussfolgerung: die b&ouml;sen  Linken haben mit dem Antrag so lange gewartet, um das Thema b&ouml;se, b&ouml;se  (Linke halt) auszuschlachten. Unterschlagen hat unser kleiner  Sonnenk&ouml;nig dabei nur, dass im ersten Brief der Stadt wahrheitswidrig  behauptet wurde, dass Lenkungsgremium des Stadtjubil&auml;ums h&auml;tte das  Projekt abgelehnt. Bl&ouml;d nur, dass etliche Mitglieder dieses Gremiums,  von Kollegin Wilde-Stockmeyer dazu befragt, davon gar nichts wussten.  Und dann brauchte es tats&auml;chlich noch mal ein halbes Jahr, bis  Ende des  Jahres die zweite schriftlich Abfuhr (keine Zust&auml;ndigkeit der Stadt,  Bundes- und Landeskompetenz; die &uuml;blichen Ausreden halt) folgte.  Manchmal ist die Halbwahrheit perfider als die L&uuml;ge.</p>
<p>Der letzte Akt war die versammelte Ablehnung dieses Projekts durch  die sattsam bekannte sehr gro&szlig;e Koalition aus FDP/CDU/GR&Uuml;NEN/SPD. Nicht  dass mich dies bei FDP und CDU &uuml;berrascht hat. Und auch hinsichtlich des  Abstimmungsverhaltens der Friedensfreunde von SPD und GR&Uuml;NEN war ich  nicht wirklich ersch&uuml;ttert.<br />
Wenn ich mir aber den Debattenstil anschaue, der jeden inhaltlichen  Diskurs verweigert und stattdessen die Antragsteller nach Kr&auml;ften  (Halbwahrheiten) mit Unterstellungen und Diffamierungen &uuml;berh&auml;uft, dann  bekomme ich eine Ahnung, warum es gerade unter einer  Rot-Gr&uuml;nen-Bundesregierung einen solch dramatischen Anstieg der  Beteiligung deutscher Soldaten an Kriegshandlungen rund um den Globus  gegeben hat.</p>
<p><a href="http://kasseler-linke.de/antraege-und-anfragen/898-projekt-zum-einstieg-in-die-r%C3%BCstungskonversion-zulassen" target="_blank">Link zum Antrag <em>Projekt zum Einstieg in die R&uuml;stungskonversion im Programm der 1100 Jahrfeier der Stadt Kassel zulassen</em></a></p>
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		<title>Tarifrunde im &#246;ffentlichen Dienst: A13-D&#246;hne will keine Gehaltserh&#246;hung</title>
		<link>http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/03/26/tarifrunde-im-oeffentlichen-dienst-a13-doehne-will-keine-gehaltserhoehung/</link>
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		<pubDate>Mon, 26 Mar 2012 20:43:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Boeddinghaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rathaus-Blog]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.kai-boeddinghaus.de/?p=1405</guid>
		<description><![CDATA[Manchmal in der Stadtverordnetenversammlung, manchmal, da denke ich……. .  Aber von vorne.
Der erste <a href="http://kasselerrathausblog.wordpress.com/2012/03/01/%E2%80%9Elinke-attackieren-tarifautonomie/" target="_blank">Anschlag der Kasseler Linken auf die Tarifautonomie</a> ist durch die gro&#223;e Koalition aus FDP/GR&#220;NEN/CDU/SPD schon im Februar  abgelehnt worden. Damals konnte eine inhaltliche Debatte&#8230; <a href="http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/03/26/tarifrunde-im-oeffentlichen-dienst-a13-doehne-will-keine-gehaltserhoehung/" class="read_more">Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Manchmal in der Stadtverordnetenversammlung, manchmal, da denke ich……. .  Aber von vorne.<br />
Der erste <a href="http://kasselerrathausblog.wordpress.com/2012/03/01/%E2%80%9Elinke-attackieren-tarifautonomie/" target="_blank">Anschlag der Kasseler Linken auf die Tarifautonomie</a> ist durch die gro&szlig;e Koalition aus FDP/GR&Uuml;NEN/CDU/SPD schon im Februar  abgelehnt worden. Damals konnte eine inhaltliche Debatte dadurch  verhindert werden, dass man es gleich ganz ablehnte, den Antrag auf die  Tagesordnung zu nehmen.<br />
Heute nun stand dieser <a href="http://kasselerrathausblog.files.wordpress.com/2012/03/antrag_tarifverhandlung.pdf" target="_blank">Antrag <em>„Gute L&ouml;hne im &ouml;ffentlichen Dienst – gute L&ouml;hne im Kasseler Rathaus</em>“</a> regul&auml;r auf der Tagesordnung und so sammelten sie sich wieder die  Verteidiger der Tarifautonomie. An der Spitze ein ehemaliger  ver.di-Funktion&auml;r, der sich  bei kommunalen Tarifverhandlungen jede  Einmischung von Stadtparlamenten als oberste Entscheidungsgeber, als  Organ f&uuml;r die Setzung von Richtlinien verbat. Die Idee dabei ist, dass  die kommunalen Verhandlungsf&uuml;hrer – keiner wei&szlig; wer sie sind und warum  sie sind was sie wurden – unbehelligt von den Vorstellungen in den  Kommunen ihrem Tagewerk nachgehen k&ouml;nnen. Dieses aber hei&szlig;t: mir habet  nix, mir gebet nix.<br />
Da war er wieder mal der Moment, in dem ich eine Ahnung davon bekam,  dass ein Grund daf&uuml;r, warum ich mich als Unternehmer selbstst&auml;ndig  gemacht habe, der war, dass ich von solchen Funktion&auml;ren  gewerkschaftlich nicht vertreten werden m&ouml;chte.<br />
So schritten sie also hin, die Gr&uuml;nen, Gelben, Schwarzen und Roten und  wehrten verzweifelt jede inhaltliche Auseinandersetzung ab. Denn mit  dieser Arbeitsteilung, dort die b&ouml;sen kommunalen Verhandlungsf&uuml;hrer und  hier ich als einflussloses Mitglied eines Stadtparlamentes, l&auml;sst sich  trefflich Solidarit&auml;t &uuml;ben.  Denn sie kostet vor allem eines, n&auml;mlich  nichts.</p>
<p>So richtig hielt diese absurde Abwehrfront gegen ein  Mitbestimmungsrecht des Kommunalparlamentes bei der Formulierung der  Verhandlungsposition aber dann doch nicht. Es schritt Dirk D&ouml;hne zur  Tat. Lehrer, ver.di-Mitglied und mit A13 gesegnet. (<a href="http://de.wikipedia.org/wiki/Besoldungsordnung_A" target="_blank">Letzteres ist die Gehaltseinstufung</a>).  Ich gebe hier keine Geheimnisse preis, denn mit diesen Bekenntnissen  startete A13-D&ouml;hne seinen Exkurs in &ouml;ffentlicher Sitzung. Und  tats&auml;chlich begann er sich mit der ver.di-Tarifforderung inhaltlich  auseinanderzusetzen. Und wenn es nat&uuml;rlich im Stadtparlament genau eine  solche Debatte vor einer Richtungsentscheidung braucht, so h&auml;tte ich mir  dann doch gew&uuml;nscht, er w&auml;re im Lager der Debattenverweigerer  geblieben.</p>
<p>Also A13-Geh&auml;lter begr&uuml;nden keine prek&auml;re Besch&auml;ftigung. Schau mal  einer an, was man im Studium so alles lernt. Er selber findet die  Lohnforderung von ver.di (linear 6,5 Prozent) &uuml;berzogen. Und &uuml;berhaupt  hat die Stadt kein Geld. Nun wissen wir das auch.</p>
<p>Dass auch ein Erzieherinnengehalt finanziell nicht ins Prekariat  f&uuml;hrt (zumindest nicht bei einer vollen Stelle) und die Kolleginnen  dennoch dramatisch unterbezahlt sind, davon wei&szlig; A13-D&ouml;hne nichts. Ob er  Kinder hat wei&szlig; ich nicht. Dass allerdings mit Kindern, der eine oder  andere Job bei &ouml;ffentlichen Arbeitgebern die eine oder andere Familie  sehr nahe in den Bereich finanzieller Not bringt, diese Einsicht sollte  einem Lehrer ggf. auch ohne eigene Kinder m&ouml;glich sein. Mit solchen  Einlassungen entpuppen sich satte, gr&uuml;ne Wohlstandsb&uuml;rger als die wahren  Totengr&auml;ber der FDP.  Denn Einlassungen, wie die heutigen aus dem  gr&uuml;nen Lager geh&ouml;ren zu den Kernkompetenzen der Wirtschaftsneoliberalen.</p>
<p>Ich formuliere das mal klar. Wenn A13-D&ouml;hne die Gehaltserh&ouml;hung nicht  braucht, er sie vielleicht noch nicht mal verdient, dann w&uuml;rde ich die  m&ouml;gliche Anhebung seiner Bez&uuml;ge als akzeptablen Kollateralschaden einer  gerechteren Besoldung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im  &ouml;ffentlichen Dienst in Kauf nehmen.</p>
<p><a href="http://kasselerrathausblog.files.wordpress.com/2012/03/antrag_tarifverhandlung.pdf" target="_blank">Link zum Antrag der Kasseler Linken “Gute L&ouml;hne im &ouml;ffentlichen Dienst – gute L&ouml;hne im Kasseler Rathaus”</a></p>
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		<title>Gestern im Finanzausschuss – der ganz normale Calden-Wahnsinn</title>
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		<pubDate>Fri, 16 Mar 2012 21:40:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Boeddinghaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rathaus-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Da sitze ich also im Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung.  U.a. stehen zwei Anfragen unserer Fraktion auf der Tagesordnung. Die  eine besch&#228;ftigt sich mit der Entwicklung der Betriebskosten am  Flughafen Calden. Die andere fragt nach der aktuellen und geplanten Lage  um die&#8230; <a href="http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/03/16/gestern-im-finanzausschuss-der-ganz-normale-calden-wahnsinn/" class="read_more">Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Da sitze ich also im Finanzausschuss der Stadtverordnetenversammlung.  U.a. stehen zwei Anfragen unserer Fraktion auf der Tagesordnung. Die  eine besch&auml;ftigt sich mit der Entwicklung der Betriebskosten am  Flughafen Calden. Die andere fragt nach der aktuellen und geplanten Lage  um die dortigen Gewerbegebiete.<br />
Zun&auml;chst wird die Behandlung der Anfragen zusammengelegt. Nicht, dass  mich das wirklich kratzt, ob die nun miteinander oder nacheinander  behandelt werden. Dass es allerdings jetzt schon so weit ist, dass mit  dem Reizwort „Calden“ alles in einem Pott landet, finde ich  bemerkenswert.<br />
Dann aber feiert der Wahnsinn fr&ouml;hliche Urst&auml;nde. Der K&auml;mmerer  referiert, nachdem er selbstverst&auml;ndlich sich und die Stadt ausf&uuml;hrlich  f&uuml;r ihr Engagement beim Flughafen insgesamt und beim Abbau der  Beteiligung im besonderen gelobt hat – das macht er immer; das ist schon  ein Reflex, er kann nicht anders – , dann also referiert er die  Betr&auml;ge, mit denen die Stadt j&auml;hrlich an den Verlusten der Flughafen  GmbH beteiligt war bzw. wird. Und, oh Wunder, trotz dieser wunderbaren  Erfolge sind die Zahlen fast jedes Jahr gestiegen und steigen munter  weiter. Nur bei den Wolkenkuckucksheim-Prognosen ab 2014 sollen sie  wieder sinken. Immerhin zeigt sich ex-OB Lewandowski von der CDUmit dem  K&auml;mmerer solidarisch und tr&ouml;tet auch „&Ouml;rfoooolg“. Fliegen gleich zwei  &uuml;ber’s Kuckucksnest…… .</p>
]]></content:encoded>
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		<title>Tarifrunde im &#246;ffentlichen Dienst – Solidarit&#228;t mit ver.di. Warum?</title>
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		<pubDate>Thu, 08 Mar 2012 10:42:23 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Boeddinghaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rathaus-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[Donnerstag, 08.03.2012, es ist kurz vor 10:00 Uhr. Der Schreibtisch  des linken Unternehmers Boeddinghaus biegt sich. Trotzdem mach ich mich  auf zum Kasseler Rathaus zur Kundgebung der Besch&#228;ftigten im  &#246;ffentlichen Dienst, die mit einem Warnstreik f&#252;r ihre mehr als  gerechtfertigten&#8230; <a href="http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/03/08/tarifrunde-im-oeffentlichen-dienst-solidaritaet-mit-ver-di-warum/" class="read_more">Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Donnerstag, 08.03.2012, es ist kurz vor 10:00 Uhr. Der Schreibtisch  des linken Unternehmers Boeddinghaus biegt sich. Trotzdem mach ich mich  auf zum Kasseler Rathaus zur Kundgebung der Besch&auml;ftigten im  &ouml;ffentlichen Dienst, die mit einem Warnstreik f&uuml;r ihre mehr als  gerechtfertigten Lohnforderungen eintreten.<br />
Die Fl&auml;che vorm Rathaus gut gef&uuml;llt. Gute Stimmung, viele Fahnen. Die Laune steigt, weil das eine machtvolle Demonstration ist.<br />
Danach st&uuml;rzt die Laune senkrecht in den Keller. Am Mikrofon schimpft  der ver.di-Funktion&auml;r auf den Oberb&uuml;rgermeister von Kassel, der ein  Null-Runde gefordert hat. Recht hat der ver.di-Funktion&auml;r. Die Forderung  nach einer Null-Runde ist mit der schlimmsten Haushaltslage nicht zu  rechtfertigen. Danach bedankt sich der ver.di-Funktion&auml;r bei SPD und  Linken f&uuml;r die Solidarit&auml;tsbekundungen. Recht hat der ver.di-Mann.  Solidarit&auml;t ist wichtig – &uuml;ber die Parteigrenzen hinweg. Dann aber  fordert Harald Fennel, so hei&szlig;t er unser tapferer ver.di-Funktion&auml;r,  diese Solidarit&auml;t sollten die Parteien auch in der  Stadtverordnetenversammlung zeigen. Damit hat er nat&uuml;rlich auch Recht.  Doof nur, dass die Kasseler Linken in der Stadtverordnetenversammlung am  27.02.2012 genau einen solchen Antrag gestellt haben. Noch doofer, dass dieser  Antrag von allen anderen Parteien (zum Mitschreiben: Freie W&auml;hler, CDU,  FDP, Piraten, B&uuml;ndnis90/Die Gr&uuml;nen und SPD) abgelehnt wurde. Darunter  ein ehemaliger ver.di-Funktion&auml;r in den Reihen der Gr&uuml;nen (Thomas Koch)  und ich wei&szlig; nicht wie viele Gewerkschafter in den Reihen der SPD. Alles  das wei&szlig; der ver.di-Mann Fennel. Er ist n&auml;mlich aus Kassel. Aber er  sagt das nicht. Ob es an seinem eigenen Parteibuch (SPD) liegt?</p>
<p>Solidarit&auml;t ist dann was wert, wenn sie was wert ist. Auf der Stra&szlig;e  Solidarit&auml;ts-Erkl&auml;rungen abgeben und im Parlament das Gegenteil  praktizieren ist wumpe. Wenn Gewerkschafter und Betriebsr&auml;te unabh&auml;ngig  vom Parteibuch nicht auch deutlich auf diese Heuchelei hinweisen – ja  warum sollten denn dann SPD und Gr&uuml;ne – &uuml;ber die anderen will ich gar  nicht reden – im Kasseler Stadtparlament tats&auml;chlich f&uuml;r gerechte L&ouml;hne  eintreten. Klappt doch ganz prima  der Beschiss. Findet sich zuverl&auml;ssig  ein Gewerkschaftsfunktion&auml;r, der die billige Solidarit&auml;tsbekundung lobt  und &uuml;ber den Rest die Klappe h&auml;lt.<br />
Die Information &uuml;ber unsere Initiative im Stadtparlament habe ich  ziemlich breit auf Gewerkschaftsseiten &uuml;ber Facebook gepostet. Echo:  Null. Was lernt der linke Unternehmer ohne Parteibuch? Solidarit&auml;t mit  den Besch&auml;ftigten? Immer!! Solidarit&auml;t mit ver.di? Ich wei&szlig; nicht.</p>
<p><a href="http://kasselerrathausblog.wordpress.com/2012/03/01/%E2%80%9Elinke-attackieren-tarifautonomie/" target="_blank">Link zum Bericht &uuml;ber die Behandlung des Antrages in der Kasseler Stadtverordnetenversammlung</a></p>
<p><a href="http://kasselerrathausblog.files.wordpress.com/2012/03/antrag_tarifverhandlung.pdf" target="_blank">Link zum Antrag der Kasseler Linken “Gute L&ouml;hne im &ouml;ffentlichen Dienst – gute L&ouml;hne im Kasseler Rathaus”</a></p>
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		<title>„Linke attackieren Tarifautonomie“</title>
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		<pubDate>Thu, 01 Mar 2012 23:15:24 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Kai Boeddinghaus</dc:creator>
				<category><![CDATA[Der Rathaus-Blog]]></category>

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		<description><![CDATA[So schallte es am vergangenen Montag durch den Saal der  Stadtverordnetenversammlung. Is’ klar. Dieser linke Verein – planlos,  populistisch usw. usf. Nur gut so, dass es unsere wackeren und  aufrechten Sozialdemokraten hat, die an der Seite der  Gewerkschaften…………schnarch.
Was war&#8230; <a href="http://www.kai-boeddinghaus.de/2012/03/01/linke-attackieren-tarifautonomie/" class="read_more">Weiterlesen</a>]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>So schallte es am vergangenen Montag durch den Saal der  Stadtverordnetenversammlung. Is’ klar. Dieser linke Verein – planlos,  populistisch usw. usf. Nur gut so, dass es unsere wackeren und  aufrechten Sozialdemokraten hat, die an der Seite der  Gewerkschaften…………schnarch.</p>
<p>Was war passiert? Angesichts der anstehenden Tarifverhandlungen im &ouml;ffentlichen Dienst hat die <a href="http://kasselerrathausblog.files.wordpress.com/2012/03/antrag_tarifverhandlung.pdf" target="_blank">Fraktion der Kasseler Linken einen Antrag eingebracht</a>, der Magistrat solle beauftragt werden, auf die kommunalen Verhandlungsf&uuml;hrer so einzuwirken, <em>„den Forderungen von den Gewerkschaften im &Ouml;ffentlichen Dienst weitestgehend entgegen zu kommen.“</em>.</p>
<p>Das Ritual bei den Tarifverhandlungen im &ouml;ffentlichen Dienst ist ja  absehbar. Den Forderungen der Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wird  man die miserable Finanzlage der &ouml;ffentlichen Hand entgegenhalten. Das  wird garniert mit ein paar Horrorzahlen, welche zus&auml;tzlichen Lasten z.B.  so eine arme Kommune zu schultern h&auml;tte, und schon geht die  Lohndr&uuml;ckerei munter los. Die Entscheidung eines Stadtparlamentes  hinsichtlich der Tarifverhandlungen z.B. in der Metallindustrie w&auml;re in  der Tat ein Eingriff in die Tarifautonomie. Im &ouml;ffentlichen Dienst  aber  sieht es dann aber doch ein bisschen anders aus. Denn die Stadt ist  hier der Tarif- bzw. Verhandlungspartner. Und es ist eine langj&auml;hrig  gewachsene, nichtsdestotrotz aber unertr&auml;gliche Praxis, dass die  kommunalen Funktion&auml;re und Spitzenverb&auml;nde regelm&auml;&szlig;ig die  gewerkschaftlichen Forderungen als unerf&uuml;llbar zur&uuml;ckweisen, w&auml;hrend die  Stadtparlamente als h&ouml;chste Entscheidungsgremien der kommunalen  Selbstverwaltung hier gar nicht gefragt bzw. beteiligt werden. Nat&uuml;rlich  kann und muss ein Stadtparlament seiner Verwaltungsspitze im Hinblick  auf solche Verhandlungen ein Verhandlungsziel oder einen  Verhandlungsrahmen vorgeben.</p>
<p>Wenn es nach der finanziellen Lage der &ouml;ffentlichen Kassen geht,  k&ouml;nnen die Besch&auml;ftigten dort bis zum St. Nimmerleinstag auf eine  deutliche Anhebung der Verg&uuml;tungen warten. Da ist ein unterst&uuml;tzendes  Votum eines Stadtparlamentes ein m&ouml;gliches wichtiges Signal gegen die  Technokraten-Clique, die sich in den Verhandlungskommissionen der  &ouml;ffentlichen Arbeitgeben zusammengefunden hat. Es ist schon spannend,  dass die SPD sich kommunalpolitisch aus diesem Thema verabschieden will.  Ohne inhaltliche Debatte &uuml;ber das F&uuml;r und Wider geht das nat&uuml;rlich am  besten, in dem man, wie geschehen, uns Linken einen Angriff auf die  Tarifautonomie vorwirft.</p>
<p>Sollte ich jetzt noch erw&auml;hnen, dass der ver.di-Funktion&auml;r in den  Reihen der GR&Uuml;NEN auch gegen unseren Antrag gestimmt hat? Ich glaube,  ich erw&auml;hne es hier einfach mal.</p>
<p><a href="http://kasselerrathausblog.files.wordpress.com/2012/03/antrag_tarifverhandlung.pdf" target="_blank">Link zum Antrag der Kasseler Linken “Gute L&ouml;hne im &ouml;ffentlichen Dienst – gute L&ouml;hne im Kasseler Rathaus”</a></p>
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